DIE FASZINATION DER FARBE ÖLMALEREI VON JAN-PETER AURICH

Geboren in der Dresdner Neustadt, verbrachte Jan-Peter Aurich seine Kindheit auf den Abenteuerspielplätzen der damals oft noch typischen Ziegel-Ruinenlandschaft der Höfe und Hinterhöfe. Die Mutter Brigitte Aurich, die in jener Zeit einer halbtägigen Arbeit als Physiotherapeutin nachging, unternahm mit ihren Söhnen Mike und Jan-Peter oft ausgedehnte Spaziergänge in die Naturoase der Dresdener Heide. Dort hatte Jan- Peter die Gelegenheit, seine Liebe und Neugier zu Flora und Fauna zu entwickeln. Diese Prägung spiegelte sich später in vielen seiner Arbeiten wieder. Sehr interessiert betrachtete der Knabe auch die Arbeit seines Vaters Winfried Aurich, der als Architekt und Designer am heimischen Reißbrett perspektivische Skizzen zu Pergament brachte. Eine Vielzahl von Linien, Strichen und Schraffuren zauberten auf der weißen Fläche Gebilde mit räumlicher Wirkung – eine weitere Komponente, welche die künstlerische Entwicklung beeinflusste.

Allein das Farbempfinden des jungen Jan-Peters schien keine erbliche Gabe zu sein. Das berauschende Spiel mit Farben – grelle oder gedämpfte Töne, Licht und Schatten, komplementäre Harmonien kontra gewagter Farbgegensätze, grob dahin geworfen oder weich und nuanciert erarbeitet … Farben, Licht und Formen faszinierten den angehenden Künstler, und die Bestimmung nahm ihren Lauf.